Jugendstil in Budapest: Gresham Palast

Gresham Palast

Der Gresham Palast wurde 1907 als Budapester Sitz für die Londoner Versicherungs-gesellschaft „The Gresham“ nach den Plänen von Zsigmond Quittner und den Gebrüder Vágó im Jugendstil erbaut. Er befindet sich gegenüber der Kettenbrücke auf der Pester Seite.

Innerhalb des Gebäudes, aber auch am Gebäude selbst sind die Werke zahlreicher Künstler zu bewundern, unter anderem Keramikverzierungen der Zsolnay Manufaktur, Statuen von Ede Telcs, Glasfenster von Miksa Róth und schmiedeeiserne Werke von Jungfer.

In den 20-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es im Erdgeschoss des Palastes ein Kaffeehaus, Treffpunkt der Mitglieder der Gresham Künstlergesellschaft. Hier verkehrten Künstler wie Istvan Szőnyi, József Egry, Ödön Márffy, Pál Pátzay usw.

Die Versicherungsgesellschaft gab es im Gresham Palast bis zur großen Wirtschaftskrise. Danach wurde er in unterschiedlicher Weise genutzt. Nach dem II. Weltkrieg wurde der Palast verstaatlicht und im Erdgeschoss wurden Geschäfte eröffnet. Betuchte Bürger bezogen in den Etagen modern ausgestattete Wohnungen mit allen Bequemlichkeiten. Eine zentrale Staubsaugeranlage, Strom- und Gasbeleuchtung, zentrale Warmwasserversorgung sowie ein Fahrstuhl mit Mahagoniverkleidung sorgten für einen angenehmen Komfort.
Der Zustand des Gresham Palastes verschlechterte sich dann zunehmend, bis er um die Jahrtausendwende umfassend renoviert wurde. Im Palast befindet sich zur Zeit ein Luxushotel.

Luftbild:
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Gresham Palast

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Autor: Elisabeth Balazs
Reiseleiterin in Budapest und Ungarn, mit viel Herz und Humor

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2020-06-07T10:39:55+00:00