Zentrale Markthalle / Große Markthalle in Budapest 2.

Grosse/ Zentrale Markthalle in Budapest

Mit dem Bau der Zentralen Markthalle / Großen Markthalle wurde der Professor der Technischen Uni, Samu Petz beauftragt. Im 1. Jahr wurden die Gebäude des Salzamtes abgebaut und die Keller ausgebaut. Die Bauarbeiten wurden durch den Streik der Steinhauer verlangsamt, weil die ungarischen Steinmetze wegen ihrer tschechischen und italienischen Kollegen weniger verdient haben und mehr arbeiten mussten. Letztendlich wurden die Probleme der ungarischen Steinmetze gelöst. Sie haben mehr Lohn bekommen und mussten nur 9 Stunden arbeiten.

Die Bauarbeiten gingen schnell voran. Man wollte die Zentrale Markthalle im Sommer, 1896 übergeben, aber es gab eine Feuerbrunst 10 Tage vor der feierlichen Übergabe, die schwere Schäden an der Dachkonstruktion verursachte. Kurz davor wurde eine Versicherung für das Gebäude abgeschlossen, die ermöglicht hat, den Schaden zu erstatten. Die Schäden wurden behoben.

Tunnel mit Schmalspurbahn

Man hat einen Tunnel zwischen der Donau und der Markthalle mit Schmalspurbahn ausgebaut und die Gleise des Zollamtes wurden auch in das Gebäude der Markthalle eingeführt. An dem Ufer der Donau wurde für den Empfang der Produkte Brücken gebaut. Man hat auch für die Beleuchtung und die gute Belüftung gesorgt. Ein Fahrstuhl, der mit Strom betrieben wurde, wurde auch eingebaut.
Es wurde sogar eine Telefonzelle aufgestellt, woher man kostenlos telefonieren konnte. Die Baukosten der Zentralen Markthalle haben so viel betragen, wie die der 4 anderen Markthallen.

Ausstattung der Markthalle

Wenn man im 19. Jahrhundert durch den Haupteingang in die Markthalle hineinging, traf man die Kleinhändler an, die Fleisch usw. verkauft haben, mit einem Weg für die Kutschen auf der linken Seite. In der Mitte wurden Butter, Käse, Gemüse und Obst verkauft, daneben war wieder ein Weg für die Kutschen. Auf der rechten Seite waren die Großhändler und dort wurden auch die Gleise des ehemaligen Zollamtes eingeführt.
Ganz hinten war die Geflügelhalle, wo die lebenden Tiere verkauft wurden.
Im 1. Stockwerk, auf der Galerie wurden etwa 768 Verkaufsstellen mit jeweils 2 m2 ausgebaut. Die Gesamtgröße der Markthalle beträgt ca. 10.344 m2.

Die Wände wurden mit roten und gelben Backsteinen, das Dach mit glasierten Keramikfliesen und die Fassade mit Pyrogranit bedeckt. Dies alles lieferte „natürlich“ die Zsolnay Manufaktur aus Pécs / Fünfkirchen. Die Eisenkonstruktion wurde in der Schlick- Fabrik in Budapest hergestellt.
Sie wurde am 15. Februar 1897 im historischen Stil übergeben.

Im kommenden Artikel schauen wir uns an, wie das Leben einst in der Zentralen Markthalle war.

Foto oben: Thaler Tamás, Wikipédia
Salamis in der Grossen / Zentralen Markthalle in Budapest

Salamis in der Grossen / Zentralen Markthalle in Budapest , Foto: Thaler Tamás, Wikipédia


Autor: Elisabeth Balazs
Reiseleiterin in Budapest und Ungarn, mit viel Herz und Humor

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2020-10-12T19:23:22+00:00