Nationalpark von Hortobágy

Ziehbrunnen in Hortobágy

 Der Nationalpark von Hortobágy ist der erste Nationalpakt von Ungarn, der am 1. Januar 1973 gegründet wurde. Der Nationalpark wurde 1999 wegen seiner besonderen Fauna und Flora auf die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.
Hortobágy ist ca. 40 km westlich von Debrecen zu finden. Sein Gebiet beträgt 82 000 Hektar. Hortobágy ist das größte Steppengebiet in Mitteleuropa.

Natur von Hortobágy

Hortobágy hat nicht nur eine einzigartige Natur mit besonderen Pflanzen und Tieren, sondern auch eine besondere Volkstradition.

Einst gab es hier mehrere Dörfer, die während der Türkenherrschaft zerstört wurden.
Dieses Gebiet wurde noch vor einigen Jahrhunderten von der Theiß durchströmt. Im 19. Jahrhundert wurden die Theiß reguliert. Dafür wurden Sümpfe entwässert, Wälder gerodet bzw. verbrannt, die zum heutigen Bild von Hortobágy und zur Bildung der Steppenlandschaft beigetragen haben.
Auf der flachen Grassteppe wachsen, von der Versalzung des Bodens abhängig, verschiedene Pflanzen, wie z.B. Lößsteppengras, Federgras usw. Man findet hier auch Feuchtgebiete, in der ersten Linie Fischteiche auf 6000 Hektar und alkalische Seen, die als Zuhause für etwa 330 Vogelarten dienen, wie z.B. für Kormorane,  Rohrweihen, Wasserhühner usw. Im Herbst kann man den Zug der Kraniche und Wildgänse beobachten.
Hortobágy wird durch den 167 km langen Fluss Hortobágy durchströmt.

Tierwelt von Hortobágy

Vögel gibt es nicht nur an den Seen, sondern u.a. auch auf den Kurganen, wo der größte Vogel von Ungarn, die Trappe lebt. In der trockenen, grasbewachsenen Steppe gibt es außer Wachteln, das Rebhuhn, dem Triel auch andere.

Nutztiere von Hortobágy

Ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig ist weiterhin die Tierhaltung. Dort werden u.a. ungarische Graurinder, die einst in Westeuropa sehr gefragt wurden und aus der Großen Tiefebene nach Wien und weiter aufgetrieben wurden. Übrigens wurde die Autobahn M1 auf der Spurlinie der Graurinderherden ausgebaut, wo die Tiere nach Wien aufgetrieben wurden. Außer ihnen werden dort auch Zackelschafe, Wollschweine, Wasserbüffel, Halblutpferde und die typischen ungarischen Hirtenhunde, wie Puli, Komondor, Kuvasz usw. gehalten.Diese Rassen sind durch das Aussterben bedroht und eben darum werden sie u.a. in Hortobágy, um ihre Gene aufzubewahren.

Kurganen- Kunhalom

Interessant sind die sog. Kunhalmok auf Deutsch Kurganen, die kegelförmige Hügel sind. Sie wurden mit Erde und eventuell Steinen aufgeschüttelt und wurden entweder als Grabhügel oder Wachhügel benutzt. Sie sind nicht nur hier auf dem Gebiet von Hortobágy aufzufinden, sondern auf der ganzen Großen Tiefebene, auf Alföld.

Neunbogenbrücke in Hortobágy

Neunbogenbrücke in Hortobágy
Luftbild:
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Neunbogenbrücke in Hortobágy mit dem Fluss Hortobágy

Neunbogenbrücke in Hortobágy mit dem Fluss Hortobágy
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Kurganen in Felsőzsolca

Kurganen in Felsőzsolca
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Autor: Elisabeth Balazs
Reiseleiterin in Budapest und Ungarn, mit viel Herz und Humor

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2021-02-24T20:18:41+00:00