Tag der Ungarischen Kultur

Ferenc Kölcsey

Am 22. Januar ist seit 1989 der Tag der Ungarischen Kultur. Dies ist darauf zurück zu führen, dass Ferenc Kölcsey unsere Nationalhymne am 22. Januar 1823 sogar in Szatmárcseke vollendete. Ferenc Erkel, der berühmte ungarische Komponist, Dirigent und Klavierkünstler hat das Gedicht in Musik vertont.

Ferenc Kölcsey

Er wurde am 8. August 1790 in Sződemeter geboren. Er war ein vielseitiger Mensch. Er war nicht nur ein Dichter, sondern auch ein Politiker, Spracherneurer, Ehrenmitglied der Ungarischen Akademie für Wissenschaften, Gründungsmitglied der Kisfaludy Gesellschaft usw.
Auf dem rechten Auge ist er vermutlich infolge einer Behandlung der “Schwarzen Blattern” erblindet.
U.a. Unter Anderem studierte er in dem berühmten Reformierten Kollegium von Debrecen.
Seit seinem 16. Lebensjahr hat er auch Gedichte geschrieben. Er hat mehrere Sprachen wie Griechisch, Lateinisch, Französisch, Deutsch usw. beherrscht und hat Gedichte ins Ungarische übersetzt.
Er lebte hauptsächlich in Szatmárcseke, wo er infolge einer Erkältung am 24. August 1834 verstarb.

Ungarische Nationalhymne

Hier können Sie  die deutsche Übersetzung der ungarischen Nationalhymne lesen.

Ferenc Kölcsey: Hymne

Herr, segne den Ungarn
Mit Frohsinn und mit Überfluss.
Beschütze ihn mit deiner Hand,
Wenn er sich mit dem Feind schlägt.
Denen die schon lange vom Schicksal nicht verschont,
Bring ihnen eine bessere Zeit.
Denn dies Volk hat schon genug gebüßt
Für Vergangenes und Kommendes.
Du hast unsere Vorfahren
Zu dem heiligen Karpatengipfel gebracht
Durch dich haben wir die schöne Heimat gewonnen
Für Bendegúz’ Söhne und Töchter.
Und dort wo die Wasser rauschen
Der Theiß und der Donau
Dort sprießt und erblüht
Die Saat des Helden Árpád.
Für uns auf den Kunság-Feldern
Wiegt sich das reife Getreide,
Von den Tokaijer Hängen
Lässt du Nektar tropfen.
Unsere Fahne hast du oft gepflanzt
Auf die wilden Türken-Schanzen,
Und die stolze Wiener Burg stöhnte
Unter Mátyás zornigen Truppen.
Doch wegen unserer Sünden
Sammelte sich Zorn in deiner Brust
Und deine Blitze trafen uns
Aus deinen donnernden Wolken,
Erst zogen die räuberischen Pfeile
Der Mongolen über uns,
Dann trugen wir das Sklavenjoch
Der Türken auf den Schultern.
Wie oft klang von den Lippen
Der wilden Völker der Osmanen
Über uns Geschlagene, unsere aufgehäuften Knochen
Das Lied des Sieges!
Wie oft haben deine Söhne
Meine schöne Heimat angefallen, in deiner Brust,
Und du wurdest wegen deiner Söhne
Zu deiner Söhne Aschengrab.
Auch gegen den Gehetzten im Versteck führte man
Das Schwert gegen ihn in seiner Heimat,
vergebens blickte er sich um
doch fand er nicht nach Hause in seiner Heimat.
Er stieg über Berge, in die Täler,
Von Kummer und Zweifel umgeben,
Blutlachen unter seinen Füßen
Und Flammenmeere über ihm.
Da wo die Burg stand, ein Steinhaufen,
Freude und Glück fliegen,
Doch Todesklänge und Wehklagen,
Nehmen ihre Stelle ein.
Und weh, Freiheit erblüht nicht
Aus dem Blut der Toten,
Schmerzend fließen die Tränen unter Sklaverei
Aus den Augen der Heimatlosen.
Hab’ Mitleid, Herr, mit dem Ungarn,
Den die Gefahren schütteln,
Beschütze ihn mit deiner Hand,
Im Meer der Qualen.
Denen die schon lange vom Schicksal nicht verschont,
Bring ihnen eine bessere Zeit.
Denn dies Volk hat schon gebüßt

Für Vergangenes und Kommendes.

Übersetzung: wikipedia.de : Himnusz
Bild oben: Anton Einsle :Ferenc Kölcsey, Ölgemälde
Manuskript der Ungarischen Hymne

Manuskript der Ungarischen Hymne

Quelle:Wikipedia: Magyarország himnusza


Autor: Elisabeth Balazs
Reiseleiterin in Budapest und Ungarn, mit viel Herz und Humor

Haben Sie Fragen zum Artikel oder zu Ungarn?
Welche Themen interessieren Sie? Worüber würden Sie gerne lesen?

Schreiben Sir mir bitte an: info@reisen-in-ungarn.de

oder rufen Sie mich an:

+36 20 9763 806

Ihre Elisabeth

2021-01-23T19:03:35+00:00