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Advent

AdventskranzMit dem Sonntag, der am nahesten zum Tag des Heiligen Andreas, dem 30. November ist, fängt der Advent an und dauert bis zu Weihnachten. Was für Bräuche und Ereignisse begleiteten einst den Advent? Warum war sie für die Frauen eine der aufregendsten Zeiten?




Advent ist vielleicht die innigste Zeit des Jahres. Was bedeutet Advent? Advent wird von dem lateinischen Wort Adventus abgeleitet und bedeutet so viel, wie  „Ankunft  Gottes“. Gregor der VII. erklärte diese Zeit zum Fest.
In Ungarn haben die heiratsfähigen, erwachsenen Mädchen während des ganzen Jahres auf den Tag des Hl. Andreas gewartet. Warum? Der Name Andreas bedeutet so viel wie „Mann“.
Er war „zuständig“ dafür, den Ehemann für die noch nicht verheirateten Mädchen zu „organisieren“. Wie ging das? Von Landesteil zum Landesteil gab es unterschiedliche Bräuche dafür.
Eine der beliebtesten und „sichersten Methoden für das Auffinden des zukünftigen Mannes war, die Namen der in die Frage kommenden Männer auf Zetteln aufzuschreiben, in Knödeln reinzudrücken und diese zu kochen. Und wer wird der Ehemann? Das war jener, dessen Name mit dem ersten Knödel an die Wasseroberfläche hinaufkam.
Advent war früher eine stille Zeitperiode, während deren man weder getanzt, noch Musik gespielt hat. Man hat sogar auch gefastet.
Das ging über die ganze Zeit.
Mit Aufregung warten die Kinder auf den Nikolaus Tag, den 6. Dezember, der ihnen immer etwas Freudiges schenkt.
Einer der beliebtesten Tage in der Adventszeit war der Tag der Heiligen Lucia.
Am 13. Dezember ist der Tag der Heiligen Lucia. Dieser Tag ist auch an Volksbräuchen sehr reich. Ihr Name kommt vom dem lateinischen Wort „lux“, welches von Licht, Auge, Augenlicht“  abzuleiten ist. Im Mittelalter haben hauptsächlich die Blinden und Kranken mit Augenkrankheiten sie, als Patronin verehrt, aber auch die alleinstehenden Frauen haben sich an sie gewandt, damit sie ihnen beim Verheiraten hilft.
Einer der populärsten Volksbräuche am Tag von Lucia war, den Lucia-Kalender herzustellen. Das bedeutete, dass man vom Tag von Lucia bis zum Weihnachtstag, an 12 Tagen, welche die 12 Monate des kommenden Jahres symbolisierten, versuchte, aus dem aktuellen Tageswette das Wetter der 12 Monate des kommenden Jahres abzuleiten.
Auch am Tag von Lucia fängt man an, den Lucia Weizen in einem Teller keimen zu lassen, der auch bis zu Weihnachten wächst.  Zu Weihnachten „liest“ man am gewachsenen Weizen ab, wie der landwirtschaftliche Ertrag, die Gesundheit der Familie und der Tiere sein werden.
An ihrem Tag fängt man auch an, den Stuhl von Luca aus 13 verschiedenen Holzarten anzufertigen, auf den man sich am 26. Dezember während der Messe zur Mitternacht aufstellt um zu sehen, wer Hexen sind. Von dort aus kann man das, laut des Volksbrauches, sehr gut sehen.
An Lucatag durften die Frauen weder nähen noch weben, weil sie damit die Hühner zunähen und sie nächstes Jahr dann keine Eier bringen.
An diesem Tag waren auch die Männer unterwegs. Sie haben ihre Freunde und Bekannten besucht und haben dabei auch Geschenke erwartet. Wenn sie in einem Haus kein Geschenk bekamen, dann haben sie jenes Haus verwünscht.
In den früheren Jahrhunderten hat man den Tag von Luca, als Tag der bösen Geister gehalten. In einigen Teilen des Landes hat man sich vor ihnen so geschützt, indem man die Türen und die Tiere mit Knoblauch beschmiert hat.
Gerne aß man an diesem Tag auch Brot mit Knoblauch, so wollte man die Hexen verjagen!
Seit der ersten Hälfte des 19. Jh. ist es auch üblich, zum Advent einen Adventskranz auf zu stellen.
Welche symbolische Bedeutungen hat er?
Der Adventskranz ist rundförmig und kann die Endlosigkeit der Welt und den Gott symbolisieren.
Die grüne Farbe und die immergrüne Pflanzen des Adventskranzes weisen auf die Hoffnung der ewigen Erneuerung hin.
Die vier Kerzen können die 4 Jahreszeiten, die 4 Evangelisten, aber auch die vier Adventswochen bedeuten.
Und die Lichter der Kerzen, die Helligkeit.
Die lila Farbe der 3 Kerzen symbolisieren die Hoffnung und die einzige rosa Farbe ist die Farbe der Freude für sich nähende Weihnachten.

Einen schönen Advent wünsche ich Ihnen!


Budapest, 9. 12. 2014