Schweine haben Schwein – Reportage über erfolgreichen Einsatz von Gesundfutter

Warum häufen sich weltweit die gleichen Krankheiten bei Schweinen?

Durch Anwendung von Gesundfuttermitteln konnte Herr Mester, mein Interviewpartner zahlreiche Schweine- Krankheiten vermeiden und sogar heilen. Wie?  Worauf muss man dabei Rücksicht nehmen? Die Reportage wurde auf Bitte einer meiner früheren landwirtschaftlichen Gruppen angefertigt.

Bedarfs-und altersgerechte Futterung

Du bist, was Du ißt- gilt nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Tiere, so auch für die Schweine. Das bestätigt auch Herr Mester, mein Interviewpartner, der seit ca. 30 Jahren in der Branche tätig ist. Als ausgebildeter Agraringenieur beschäftigt er sich seit 25 Jahren mit alternativen Fütterungsstrategien in der intensiven Schweinehaltung.

Durch Anwendung seiner Gesundfuttermittel konnte er zahlreiche Schweine- Krankheiten vermeiden und sogar heilen. Wie ist es möglich?

Er musste sich  während seiner Arbeit leider allzu oft  mit einer Vielzahl von Schweinekrankheiten wie z.B. Schweinedysenterie, Leptospirose, Aujeszkysche Krankheit, Actinobacillus pleuropneumoniae, Mycoplasmose, Coccidien, Iletis und zu guter letzt auch noch mit den Folgen der Circovirose beschäftigen. Dabei studierte er den Zusammenhang zwischen diesen Krankheiten und der Fütterung der Tiere.

Durch sein völlig neuartiges und  innovatives Fütterungskonzept, mit dem Blick auf die bedarfsgerechte Versorgung in jeder Altersstufe der Schweine, konnte er die vielen Erkrankungsgeschehen in vielen Schweinebetrieben weitestgehend minimieren.

Gesunder Darm- gesundes Schwein

Den zentralen Blickpunkt richtet Herr Mester bei der Tiergesundheit auf den Immunzustand des gesamten Verdauungsapparates, ganz nach dem bekannten Leitthema: gesunder Darm- gesundes Schwein!
So kam er darauf, dass man diese Probleme nicht nur durch den Einsatz von antbiotischen Wirkstoffen und  Impfstoffen behandeln sollte,  sondern  zunächst die biologischen und wohlmöglich toxikologischen Probleme bei der Fütterung  untersucht – und anschließend über die veränderte Tierernährung behebt.

Eine weitere  wichtige Erkenntnis seiner Untersuchungen bezieht sich auf die Verdauung der Tiere. So  ist  z.B. die physiologische Nahrung der Ferkel bis zum Alter von 6- 7 Wochen allein die Milch. Die Milch besteht aus einer Dysaccharid- Laktose und aus Milcheiweiß, dass zu 80 % aus Kasein, sowie aus leicht absorbierendem Milchfett besteht. Frühere Fütterungsstrategien beachteten diese Ernährungsbedürfnisse des Ferkels nicht. Das führt in der späteren Lebenphase des Mastschweines zu erheblichen Darmproblemen aufgrund der Antigen- Eigenschaften von nicht geeigneten Futtermitteln, die in der Jugendphase des Ferkels gegeben wurden.

Durch falsche Auswahl der Futternzutaten oder durch nicht sachgerechte Verwendung der Futtermittel werden bedeutende und nicht zu lösende tiergesundheitliche Probleme verursacht.

Solche Kenntnisse und praktische Erfahrungen führten dazu, dass er eigene bedarfsgerechte Futtermittel, mit Rücksicht auf die  Zusammensetzung der Futtermischung, auf den Wert der in der Futtermischung vorkommenden  Grundstoffe, deren Verdaulichkeit, aber vor allem auf die altersbedingten biologischen und physiologischen Bedürfnisse der Schweine  auf den Markt gebracht hat.

(Auf dem Foto: Herr Mester, Gesundfutter-Hersteller bei der Arbeit)

Woraus bestehen diese Futtermittel?

Ausschließlich aus natürlichen Grundstoffen, die entsprechend den altersbedingten biologischen und physiologischen Bedürfnisse der Schweine zusammengestellt wurden.
Sie beinhalten keine auf fermentiertem, chemischem und auf enzymatischem Wege hergestellten Aminosäuren.
Sie beinhalten keine Eiweiße, die schwer verdaulich sind, die Allergien verursachen, die immunbiologisch aktiv sind oder eine antigene Wirkung aufweisen.

Was sichert die Nährstoffe für die Tiere in den Futtermitteln? Die Futtermittel  enthalten 4 verschiedene Öle in extra Virgine- Qualität, die mehr als 85 % ungesättigte Fettsäuren beinhalten. Sie haben Lebensmittelqualität.
Als Kohlenhydratquelle benutzt er in den Futtermitteln für Ferkel ausschließlich aufgeschlossenes Getreide, weil die Stärke- Verdauung der Ferkel in den ersten 42 Tagen ihres Lebens wegen des Mangels an Amylaseaktivität sehr schwach ist.
Die Aktivität der Maltaseenzyme ist bei 2- 4 Wochen alten Ferkeln, bezogen auf ihre Körpermasse, zweimal größer, als die der Amylaseenzyme. Das sichert die perfekte Verdauung des in aufgeschlossener Form dargereichten Kohlenhydrats.

Es gibt auch Lactose in genügender Menge in den Futtermitteln, die den Lactose- Bedarf der L- Milchsäure Fermentation sichert, damit man in den ersten 40 Tagen der kleinen Ferkel sowohl im Magen als auch im Dünndarm das richtige pH Niveau erreicht.
Sie beinhalten auch Kasein in bedeutender Menge, da das einzige, vollkommen verdauliche Eiweiß für die Ferkel in ihren ersten 35 Tagen das Eiweiß des Kaseines ist. Die Menge von Kasein richtet sich nach der Menge der Erzeugung/ Bildung der lebenswichtigen Enzyme. Eine weitere Eiweißquelle kommt in der Rezeptur, im Verhätnis des Wachstums der Pepsinbildung vor.

Die Futtermittel enthalten auch  Vitamine und mehrere verschiedene Bioflavonoide.

Da das Mikrolement- Niveau der Böden in den letzten 50 Jahren immer geringer geworden ist, ist es auch in den Futterpflanzen und dadurch auch in der Fütterung geringer geworden. Darum werden die Futtermittel mit verschiedenen Makro- und Mikroelementen ergänzt.

Alle 3 Phasen seiner Ferkelfutter beinhalten sowohl Pre-als auch Probiotika.
Ausserdem enthalten sie auch 6- 7 verschiedene Heil- und Gewürzpflanzen. Die aktiven Wirkstoffe der Pflanzen sind die Flavonoide, Poliphenole. Die Heilkräuter beinhalten Stoffe, die  bakteriostatische, entzündungshemmende, durchfallhemmende und eine  beruhigende Wirkung u.a. für die Darmschleimhaut haben. Der ätherische Ölgehalt von 3 Gewürzpflanzen verbessert die Blutversorgung des Darmkanals, erhöht die Futteraufnahme und verbessert die Wirkung der Nährstoff- Adsorbtion. Ausserdem erhöht sich damit die Enzymerzeugung der Bauchspeicheldrüse und des Dünndarms.

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Elisabeth Balazs
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Autor: Elisabeth Balazs
Reiseleiterin in Budapest und Ungarn, mit viel Herz und Humor

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Ihre Elisabeth

2019-05-08T11:10:13+00:00