Land der Matyós, Matyó-Land

Tard

Das Land der Matyós möchte ich Ihnen ein bisschen näher bringen. Es gehören  zwar  nur 3 Ortschaften zu dieser Region, jedoch  ist das eine der Hochburgen der ungarischen Volkskunst.

Das Matyó- Land bietet   nicht nur interessantes  für die Liebhaber der Volkskunst, sondern auch für die Fans der Thermalbäder, der landwirtschaftlichen Oldtimer und der alten, volkstümlichen Baukultur.

Kommen Sie bitte mit und entdecken Sie mit mir das Matyó-Land, dessen “Matyó-Stickerei zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, sehr intensiv gepflegt wird und  dessen Volkstanzgruppe weltberühmt ist.

  Lage des Matyó -Landes

Das Land der Matyós liegt in Nordungarn, südöstlich von Eger, nahe zu der Großen Tiefebene und zum sog. nördlichen Gebirge von Ungarn, auf dem Gebiet des Komitates Borsod- Abaúj-Zemplén.

Die Hauptstadt ist Mezőkövesd und es gehören zwei weitere Ortschaften dazu:  Tard und Szentistván. Es dominieren andere Motive in der “Volksstickerei” von Tard und Szentistván , jedoch werden sie auch zum Matyó-Land gezählt.

  Wer sind die Matyós?

Das ist eine spannende und auch weiterhin aktuelle Frage. Man weiß es nicht ganz genau und nicht einmal die Forscher sind sich einig bei dieser Frage.

Mehrere Forscher, wie z.B.  István Győrffy beschreibt in seinem Werk (A matyók, 1928) , dass die  Matyós von der ethnischen Gruppe der Palózen stammt. Von den Palozen wird angenommen, dass sie die Nachkommen der Kumanen sind (Kumanen wurden im 13. Jahrhundert von dem zweiten Gründer des Landes angesiedelt).

Ein anderer Forscher, namens Lajos Bartucz untersuchte die Matyos aus anthropologischer Sicht. Er war der Meinung, dass sich die Matyós aus anthropologischer Sicht aus der Vermischung verschiedener Typen, wie die Ungarn,  bildeten.  Eine weitere Feststellung war, dass sich typische mongolische Gesichtszüge  zeigen, wie z.B. breite, flache Kieferknochen, niedergedrückte breite Nasenwurzel, Augen mit “mongolischer Falte”, gelblich-braunen Augen und Hautfarbe usw.

Woher stammt der Namen der Matyós?

Es gibt zwei Annahmen. Laut einer wird der Name aus dem ungarischen Namen von König Matthias, Mátyás abgeleitet, der Mezőkövesd, der Hauptstadt der Matyós den Titel eines Marktfleckens verliehen hat.

Laut der anderen Vermutung ist das ein Spottname. Die Einwohner von Mezőkövesd waren und sind überwiegend katholisch, die von den Kalvinisten der Umgebung mit diesem Spottnamen betitelt wurden. Dieser Spottname ist allerdings in  Vergessenheit geraten.

Luftbild oben: Tard
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Tard

Tard
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Mezőkövesd

Mezőkövesd
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Autor: Elisabeth Balazs
Reiseleiterin in Budapest und Ungarn, mit viel Herz und Humor

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Ihre Elisabeth

2021-02-28T19:11:04+00:00